IP & Network

ICMP-Ping

Round-Trip-Latenz zu jedem Host oder IP messen, live.

Über dieses Tool

Ping sendet ICMP-Echo-Requests an einen Host und misst, wie lange jede Antwort braucht. Es ist der einfachste, älteste Erreichbarkeitstest im Internet — und immer noch der schnellste Weg zu bestätigen, ob ein Server läuft, wie weit er in Netzwerkzeit entfernt liegt und ob der Pfad zwischen Ihnen und ihm stabil ist.

Unser Tool sendet 1 bis 30 Echos von unserem Frankfurter Server, streamt jede Antwort live in Ihren Browser und schließt mit der Standard-Zusammenfassung min/avg/max/mdev plus Paketverlust-Prozentsatz. Die Zeitwerte kommen direkt aus dem Kernel — was Sie sehen, ist der tatsächliche Round-Trip auf der Leitung, kein Verarbeitungsoverhead.

Wann Sie dieses Tool nutzen sollten

  • Bestätigen, dass ein Server erreichbar ist. Ein sauberer Lauf mit 0 % Verlust bedeutet, der Host läuft und ICMP ist end-to-end erlaubt.
  • Latenz zu mehreren Standorten vergleichen. Führen Sie das Tool gegen dasselbe Ziel aus verschiedenen Regionen aus, um zu sehen, welches Rechenzentrum in Netzwerkzeit am nächsten liegt.
  • Einen instabilen Pfad erkennen. Stabile RTTs sind gesund; Jitter (hohes mdev) und sporadischer Verlust deuten auf eine überlastete oder flatternde Strecke unterwegs hin.
  • Ein Deploy prüfen. Direkt nach einer DNS- oder Load-Balancer-Änderung pingen Sie die neue IP, um zu verifizieren, dass sie antwortet, bevor echter Traffic darauf landet.

So lesen Sie das Ergebnis

seq ist die Echo-Nummer (1, 2, 3 …). ttl ist die verbleibende Time-to-Live in der Antwort — sie verrät grob, wie viele Hops das Paket auf dem Rückweg genommen hat. time ist der Round-Trip in Millisekunden. Die Zusammenfassung unten zeigt Minimum, Mittelwert, Maximum und mittlere Abweichung aller erfolgreichen Echos sowie die Anzahl verlorener Pakete. Ein paar Prozent Verlust sind meist Rauschen; anhaltender Verlust über 5–10 % verdient eine Untersuchung.

Häufige Fragen

Warum zeigt der Host 100 % Paketverlust, obwohl ich ihn im Browser erreiche?

Viele Hosts (besonders Cloud-Load-Balancer, CDN-Edges und Heimrouter hinter NAT) verwerfen ICMP-Echo per Policy, bedienen aber weiterhin HTTP, SSH oder anderen TCP-Verkehr. 100 % Ping-Verlust ist für diese Hosts kein verlässliches "offline"-Signal — versuchen Sie einen TCP-Check (Port Checker), bevor Sie davon ausgehen, dass der Dienst unerreichbar ist.

Was ist mdev und warum ist es wichtig?

mdev ist die mittlere Abweichung der Round-Trip-Zeiten — ein Maß für Jitter. Niedriges mdev (unter wenigen ms) bedeutet, der Pfad ist stabil; hohes mdev relativ zum Mittelwert bedeutet, die RTT schwankt stark — schlechte Nachrichten für VoIP, Gaming und jedes latenzsensible Protokoll. Audio-Anrufqualität beginnt etwa ab 30–50 ms Jitter zu degradieren, unabhängig von der mittleren Latenz.

Sind private IPs und Link-Local-Adressen erlaubt?

Nein. Um Missbrauch und versehentliche Leaks zu verhindern, verweigert das Tool RFC-1918-Bereiche (10/8, 172.16/12, 192.168/16), Loopback, Link-Local (169.254/16), CGN (100.64/10) und Cloud-Metadata-Endpunkte (169.254.169.254 etc.). Das Pingen Ihres LANs sollte von Ihrer eigenen Maschine erfolgen, nicht über einen öffentlichen Dienst.

Kann ich die Anzahl der Echos erhöhen?

Ja — wählen Sie 5, 10, 20 oder 30 aus dem Dropdown. Mehr Echos liefern einen engeren Mittelwert und ein besseres Jitter-Bild, doch jedes Echo wartet standardmäßig 1 Sekunde, also dauern 30 Echos rund 30 Sekunden. Für einen schnellen Erreichbarkeitstest reichen 5; zur Diagnose sporadischer Verluste sind 20+ sinnvoller.

Wie unterscheidet sich das vom Ping im eigenen Terminal?

Die ICMP-Probes verlassen unseren Frankfurter Server, nicht Ihren Rechner — absolute RTTs spiegeln also die Netzwerkdistanz von uns zum Ziel wider — nützlich, um zu prüfen, ob das Ziel von außerhalb Ihres Netzes erreichbar ist, aber nicht identisch mit Ihrer lokalen Latenz. Führen Sie denselben Ping lokal aus zum Vergleich; sind unsere Zahlen gut und Ihre nicht, liegt das Problem in Ihrer Verbindung, nicht am Ziel.