Domain & DNS

DNS-Antwortzeit-Benchmark

Benchmark Resolver-Geschwindigkeit über mehrere Anbieter.

Über dieses Tool

DNS Response Time misst, wie schnell autoritative Nameserver einer Domain auf eine Abfrage antworten. Wo Ping nur die Erreichbarkeit eines IP-Hosts prüft, prüft dieses Tool die für jede Web- und Mail-Transaktion essenzielle erste Latenzkomponente — die DNS-Auflösung. Eine träge Resolution kann Page-Loads spürbar verlangsamen, lange vor dem eigentlichen TCP-Handshake.

Wir ermitteln die NS-Records Ihrer Zone, lösen jeden autoritativen Nameserver in IPs auf und senden mehrere DNS-Queries an jeden parallel. Pro NS sehen Sie min/avg/max-Latenz, Paketverlust und ob die Antwort autoritativ ist (AA-Flag). Bei Anycast-Nameservern erreichen Sie unterschiedliche PoPs in verschiedenen Regionen — die Messung von unserem Frankfurter Server zeigt die für europäische Nutzer relevante Latenz.

Wann Sie dieses Tool nutzen sollten

  • Auswahl eines DNS-Providers. Vergleichen Sie Response Times der Kandidaten unter realistischer Last.
  • Auffällig langsame Seitenladezeiten. Wenn der "wartet auf example.com"-Teil im Browser lange dauert, ist DNS oft die Ursache.
  • Audit nach Hoster-Migration. Bestätigen, dass die neuen NS schnell antworten, bevor der Traffic darauf landet.
  • Geo-Performance-Check. Sehen, wie unterschiedlich Anycast-NS aus verschiedenen Regionen antworten.

Gute Werte und Warnsignale

Unter 50 ms ist exzellent (Anycast-Provider von Cloudflare/Google-Klasse in EU-Nähe). 50–150 ms ist solide. 150–400 ms ist langsam, oft transatlantische Hops, manchmal Unicast-NS in einer einzigen Region. Über 400 ms ist problematisch — Nutzer in entfernten Märkten sehen deutlich verzögerte erste Page-Loads. Hohe mdev (Jitter) zwischen wiederholten Queries deutet auf überlastete oder schlecht gepeerte Nameserver hin.

Häufige Fragen

Welche Latenz ist "gut"?

Aus europäischer Sicht: unter 50 ms top, 50–100 ms gut, 100–200 ms in Ordnung, darüber spürbar langsam. Werte variieren je nach Geografie und Anycast-Verteilung — ein in den USA gehosteter Single-Region-NS wird in EU naturgemäß 80–120 ms zeigen, was nicht zwingend ein Problem ist, solange die Mehrheit der Nutzer ebenfalls in den USA sitzt.

Warum sind Anycast-Nameserver schneller?

Anycast routet Queries zum nächstgelegenen PoP über BGP. Ein Anycast-NS-Provider mit z. B. 200 PoPs weltweit liefert nahezu überall sub-30-ms-Antworten. Unicast-NS hingegen leben in einem einzigen Rechenzentrum — wer geografisch weit weg ist, zahlt die volle Light-Speed-Latenz. Für seriöse Produktivzonen sind Anycast-NS heute Standard.

Werden alle NS einer Zone geprüft?

Ja. Wir holen die NS-Liste aus dem SOA, prüfen jeden NS getrennt mit mehreren Queries und zeigen min/avg/max/mdev pro NS. Inkonsistente Latenzen zwischen den NS einer Zone sind ein Signal, dass ein NS überlastet oder schlecht angebunden ist — bei autoritativen Anycast-Providern selten, bei selbst gehosteten NS häufig.

Wie viele Queries werden pro NS gesendet?

Standardmäßig 5 Queries pro NS, eine Sekunde Abstand. Das ist genug, um Jitter sichtbar zu machen, ohne den Server zu belasten. Bei NS, die mehrere Anycast-IPs haben, wird jede einzeln geprüft — ein NS-Hostname kann hinter mehreren IPs liegen.