Domain & DNS

DNS-Propagation-Check

Status der Records auf 15 DNS-Servern weltweit prüfen.

Über dieses Tool

DNS-Propagation prüft denselben Recordtyp gleichzeitig von mehreren geografisch verteilten DNS-Resolvern. Sie sehen, wie weit eine Änderung die Welt erreicht hat — und welche Regionen noch eine alte (gecachte) Antwort liefern. Klassischer Anwendungsfall: nach einem A-Record-Update prüfen, ob alle Regionen schon den neuen Wert sehen.

Unser Tool fragt 30+ öffentliche Resolver in unterschiedlichen Regionen parallel ab (Google, Cloudflare, Quad9, Level3, Verisign, regionale ISP-Resolver) und zeigt pro Standort den Wert, die TTL und ob er mit dem erwarteten neuen Wert übereinstimmt. Konsens-Anzeige hilft, sofort zu erkennen, ob die Mehrheit bereits propagiert hat oder einzelne Cluster zurückhängen.

Wann Sie dieses Tool nutzen sollten

  • Nach einem DNS-Cutover. Migration eines Domains zu neuem Hoster oder CDN — bestätigen, dass alle Regionen die neuen A/AAAA-Records sehen.
  • SPF/DKIM-Rollout. Prüfen, ob neue TXT-Records weltweit sichtbar sind, bevor Sie auf DMARC-Reject umstellen.
  • MX-Wechsel. Sehen, ob die alten Mailserver bereits keine Last mehr ziehen sollten.
  • Debugging "manche Nutzer sehen das alte, manche das neue". Schnelle Lokalisierung, welche Resolver/Regionen hinterherhinken.

Warum unterschiedliche Resolver verschiedene Antworten zeigen

Recursive Resolver cachen unabhängig voneinander. Setzt ein Resolver einen Record mit TTL 3600 s, behält er ihn bis zu einer Stunde, selbst wenn die autoritative Zone längst aktualisiert wurde. Kein DNS-Push existiert — Resolver ziehen nur auf Cache-Miss. Konsequenz: nach einem Update können Sie nicht abkürzen; Sie können nur die TTL vorher absenken (z. B. auf 60 s einen Tag vor dem Wechsel) und nach dem Cut wieder hochsetzen.

Häufige Fragen

Wie lange dauert vollständige Propagation?

Theoretisch bis zur höchsten TTL des alten Records — danach holen alle Resolver beim nächsten Cache-Miss den neuen Wert. Praktisch erreichen 95 % der Welt Konsens meist innerhalb der TTL, vereinzelte Long-Tail-Resolver können länger brauchen. Best Practice: TTL 24 h vor geplantem Cut auf 60–300 s senken, propagieren lassen, dann switchen — so sind Sie nach wenigen Minuten weitgehend durch.

Warum zeigen einige Resolver noch den alten Wert?

Sie haben ihn vor dem Update gecacht und die TTL ist noch nicht abgelaufen. Manche ISPs ignorieren TTLs und cachen länger als sie sollten ("TTL violation") — vor allem in Mobilfunknetzen ein bekanntes Phänomen. Es gibt kein "Cache flushen" für externe Resolver; Sie können nur warten.

Welche Recordtypen werden geprüft?

A, AAAA, MX, TXT, NS, CNAME. Wählen Sie den passenden zu Ihrer Änderung. Bei mehreren Records pro Typ (z. B. mehrere MX) wird die volle Menge je Resolver verglichen.

Wie viele Resolver werden abgefragt?

30+ öffentliche Resolver in Europa, Nord- und Südamerika, Asien-Pazifik und Afrika — eine Mischung aus globalen Anbietern (Google 8.8.8.8, Cloudflare 1.1.1.1, Quad9 9.9.9.9, OpenDNS) und regionalen Resolvern. Damit decken wir die Sicht eines durchschnittlichen Endnutzers in den meisten Märkten ab.