IP & Network

TCP-Port-Checker

TCP-Port-Verfügbarkeit eines Hosts prüfen, einzeln oder im Batch.

Über dieses Tool

Ein Portchecker testet, ob ein TCP-Port auf einem Host für eingehende Verbindungen offen ist. Wo Ping nur die Netzwerkschicht testet, schaut der Portchecker eine Ebene höher: kann sich tatsächlich ein Dienst hinter dem erwarteten Port verbinden? Genau das macht ihn zum schnellsten Sanity-Check für Webserver, Mailserver, SSH, Datenbanken oder jeden anderen netzwerkfähigen Daemon.

Unser Tool verbindet sich von Frankfurt aus per TCP-Handshake mit dem angegebenen Host und Port. Open bedeutet: der Handshake hat abgeschlossen — ein Dienst hört zu. Closed: der Host hat aktiv abgelehnt (TCP-RST). Filtered: keine Antwort innerhalb von 5 Sekunden — meist eine Firewall, die das Paket schweigend verwirft. Für Webdienste fügen wir eine optionale Audit-Schicht hinzu: TLS-Handshake, Zertifikatsausgabe und HTTP-Status — drei Datenpunkte, die häufig die eigentliche Ursache eines Connect-Problems aufdecken.

Wann Sie dieses Tool nutzen sollten

  • Nach einer Firewall-Änderung. Bestätigen Sie von außerhalb, dass Port 443 nach einem Security-Group-Update wirklich offen ist.
  • Bei einem "Connection refused". Lokal kein Verbindungsaufbau? Prüfen Sie hier, ob der Dienst von außen sichtbar ist — vielleicht bindet er nur an 127.0.0.1.
  • Mailserver einrichten. Port 25, 465 oder 587 schnell testen — viele Hoster blockieren 25 standardmäßig.
  • Bei einem Server-Audit. Vor dem Go-live prüfen, dass nur die beabsichtigten Ports erreichbar sind und ungenutzte Dienste keine offenen Türen hinterlassen.

Open vs. Closed vs. Filtered

Ein offener Port hat einen lauschenden Dienst — der Handshake ging durch. Closed heißt: der Host ist erreichbar, aber niemand hört auf diesem Port (TCP-RST kam zurück). Filtered ist am subtilsten: die Firewall verwirft Ihre SYN-Pakete schweigend, sodass weder ein SYN/ACK noch ein RST zurückkommt. Aus Sicherheitssicht ist Filtered besser als Closed, denn Angreifer können Filtered-Hosts nicht so leicht von toten Hosts unterscheiden — was Scans verteuert.

Häufige Fragen

Welche Ports kann ich testen?

Jeden TCP-Port von 1 bis 65535. Die häufigsten Ports sind als Schnellauswahl verfügbar (HTTP 80, HTTPS 443, SSH 22, FTP 21, SMTP 25/465/587, IMAP 143/993, POP3 110/995, MySQL 3306, PostgreSQL 5432, RDP 3389). UDP-Tests bietet das Tool nicht — UDP-Sondierung ist unzuverlässig und braucht protokollspezifische Probes, die hier den Rahmen sprengen würden.

Was bedeutet "filtered"?

Filtered heißt: keine Antwort innerhalb des Timeouts (5 Sekunden). Fast immer steckt eine Firewall dahinter, die das SYN-Paket schweigend verwirft, statt mit RST abzulehnen. Aus Sicht des Scanners ist das mehrdeutig — der Host könnte komplett aus sein, der Port könnte gefiltert sein, oder das Paket ging unterwegs verloren. Im Zweifel mehrfach testen und mit Ping auf Erreichbarkeit prüfen.

Kann ich einen Bereich oder mehrere Ports scannen?

Aktuell ein Port pro Anfrage. Für vollständige Port-Scans gibt es bessere Werkzeuge (nmap, masscan) — und sie auf fremde Hosts ohne Erlaubnis loszulassen kann rechtliche Folgen haben. Unser Tool ist für gezielte Einzelchecks gedacht: "Ist 443 offen auf example.com?" — nicht für Massen-Reconnaissance.

Warum sehe ich bei einem offenen 443 zusätzlich TLS-Details?

Wenn der Port mit einem typischen Web-Port übereinstimmt (80, 443, 8080, 8443), führen wir eine Audit-Schicht aus: TLS-Handshake (für 443/8443), HTTP-Statusabruf, Zertifikatsanzeige. Das spart Ihnen einen separaten Aufruf des SSL-Checkers bei Standardfällen. Ist der Port nicht Web-typisch, beschränken wir uns auf den reinen TCP-Connect.