IP & Network

Site-Entfernung

Geografische Entfernung zwischen zwei IPs oder Websites.

Origin IP / Destination IP Compute the great-circle distance between two IPv4 or IPv6 addresses. Accuracy is city-level, not street-level.
142.250.190.78 → 95.216.0.1
7,944 kilometers · 4,936 miles
Distance

7,943.6 km (4,935.9 mi)

Straight-line distance over the Earth's surface (great-circle, Haversine formula).

Origin
142.250.190.78
United States
37.7510, -97.8220
Destination
95.216.0.1
Finland · Helsinki
60.1719, 24.9347

Über dieses Tool

Site Distance misst, wie weit zwei Webseiten geografisch und in Netzwerklatenz auseinanderliegen. Wir nehmen zwei Hostnamen oder IPs, lösen sie auf, ermitteln die Geolokalisierung beider Endpunkte und messen die Round-Trip-Latenz zwischen ihnen — soweit eine direkte Messung möglich ist; ansonsten von unserem Frankfurter Beobachtungspunkt zu beiden.

Das Ergebnis: Großkreisdistanz in Kilometern, theoretische Lichtgeschwindigkeits-Latenz (~1 ms pro 200 km Glasfaser), tatsächliche gemessene Latenz und die Differenz, die Aufschluss über Routing-Qualität gibt. Eine Verbindung Frankfurt–New York mit ~6.200 km hat theoretisch ~62 ms Mindest-RTT; alles deutlich darüber bedeutet Umwege im Routing.

Wann Sie dieses Tool nutzen sollten

  • Datacenter-Auswahl. Bei Multi-Region-Deployments: welche zwei Standorte stehen sich latenzmäßig am besten?
  • CDN-Edge-Verteilung. Wie weit liegt der nächste Edge vom Origin in Latenz und km?
  • Routing-Anomalien. Wenn ein "naher" Host langsamer ist als ein "ferner", riecht es nach Sub-optimalem Peering.
  • Edge-Computing-Planung. Wo sollten Sie einen neuen PoP eröffnen?

Latenz vs. Distanz

Die theoretische Latenz folgt der Lichtgeschwindigkeit in Glasfaser (~200.000 km/s, ca. 2/3 der Vakuum-Lichtgeschwindigkeit). Realistisch ergibt das ~10 ms pro 1000 km RTT — plus Switching-Overhead in Routern. Routen sind selten gerade Linien: ein "naher" europäischer Host kann unterwegs durch London oder Amsterdam routen, was 5–10 ms hinzufügt. Latenz wesentlich über der Theorie ist normal; das Mehrfache davon deutet auf suboptimales Routing oder transatlantische Umwege hin.

Häufige Fragen

Wie wird die Distanz berechnet?

Beide Endpunkte werden per Geolokalisierungsdatenbank lokalisiert (Stadt-Koordinaten). Wir berechnen die Großkreisdistanz mit der Haversine-Formel — also die kürzeste Strecke auf der Erdoberfläche. Das ist nicht die tatsächliche Glasfaser-Route, aber eine untere Schranke für die kürzest mögliche Verbindung.

Warum ist die gemessene Latenz oft viel höher als die Lichtgeschwindigkeitsschranke?

Drei Gründe. Erstens läuft Licht in Glasfaser nur mit etwa 200.000 km/s (statt 300.000), das ergibt schon das 1,5-fache. Zweitens nehmen Pakete keine geraden Wege, sondern folgen den Backbone-Routen (oft Umwege). Drittens fügt jeder Router Switching-Latenz hinzu (zwischen 10 μs und mehreren ms pro Hop). Realistische gemessene RTT ist typisch 2–3× die theoretische Minimum-RTT.

Welche Genauigkeit hat die Geolokalisierung?

Auf Stadtebene oft gut (siehe IP-Geolocation-Tool). Bei IPs in Cloud-Datacentern ist die Stadt-Zuordnung präzise; bei mobiler IP oder VPN kann sie deutlich vom realen Standort abweichen. Die Distanzberechnung erbt diese Unschärfe — bei sehr fernen Endpunkten (5000+ km) fällt sie nicht ins Gewicht, bei nahen (50 km) kann sie das Ergebnis stark beeinflussen.

Wird Latenz direkt zwischen den Hosts gemessen?

Nicht direkt — wir können von außen nicht zwischen zwei fremden Hosts messen. Wir messen die Latenz von unserem Frankfurter Server zu jedem der beiden und schätzen daraus, plus aus der Geo-Distanz, die wahrscheinliche Direktlatenz. Für exakte Messungen zwischen zwei Endpunkten brauchen Sie Zugriff auf einen davon und führen dort eine Messung gegen den anderen aus.