Encoders & Utilities

Chmod-Rechner

Umrechnung zwischen numerischen und symbolischen UNIX-Rechten.

Permissions Type octal (e.g. 755 or 4755) or symbolic (rwxr-xr-x).
-rwsr-xr-x
chmod 4755
Octal
4755
Symbolic
-rwsr-xr-x
Binary
111 101 101
Permission matrix
Read
Write
Execute
Owner
r
w
x
Group
r
·
x
Other
r
·
x
Special bits
setuid
Run as file owner. Common on /usr/bin/passwd.
setgid
Inherit group on directories. Used in shared folders.
sticky
Only owner can delete. Used on /tmp.

Über dieses Tool

Der chmod-Rechner übersetzt Unix-Dateiberechtigungen zwischen den drei gängigen Darstellungen: oktal (z. B. 0755), symbolisch (z. B. rwxr-xr-x) und der menschlichen Beschreibung (Owner: read/write/execute, Group: read/execute, Others: read/execute). Sie können in beliebiger Richtung umrechnen — Klick auf einen Checkbox-Satz aktualisiert die Oktal-Anzeige, Tippen einer Oktalzahl aktualisiert die Checkboxen.

Zusätzlich zur Grunddarstellung erläutern wir Spezialbits: setuid (4000), setgid (2000), sticky bit (1000) und deren symbolische Repräsentation (s oder t in den Execute-Positionen). Für jeden Modus geben wir auch das passende chmod-Kommando aus, das Sie 1:1 in ein Terminal kopieren können — sowohl numerisch (chmod 755 file) als auch symbolisch (chmod u=rwx,g=rx,o=rx file).

Wann Sie dieses Tool nutzen sollten

  • Webserver-Permissions. Welcher Modus für PHP-Dateien (typisch 644) und Upload-Ordner (typisch 755)?
  • Linux-Lernen. Verstehen, was 0755, 0640, 0750 wirklich bedeuten.
  • Sicherheits-Audit. Eine SSH-Privat-Datei muss 600 sein, sonst lehnt OpenSSH sie ab.
  • Skript-Erstellung. Die korrekte Permissions in Deployment-Skripten setzen.

Die wichtigsten Modi auswendig

644 — normale Datei, Owner schreibt, alle lesen. 755 — ausführbare Datei oder Ordner, Owner darf alles, andere lesen+ausführen. 600 — privat, nur Owner liest und schreibt (SSH-Keys, .env-Dateien). 700 — privates Ordner (~/.ssh). 666 — alle schreiben (selten korrekt!). 777 — alle alles dürfen (fast nie korrekt — typisches Anti-Pattern, wenn aus Frust "einfach offen" gesetzt wird).

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen 755 und 0755?

Funktional identisch — die führende 0 ist der oktale Präfix in C/Unix-Konvention, der bedeutet "diese Zahl ist oktal, nicht dezimal". Manche Tools (Python, JavaScript) erwarten die führende 0; chmod auf der Kommandozeile akzeptiert beides. Mit vier Stellen (z. B. 0755) kann man Spezialbits ausdrücken (4755 = setuid + 755).

Was bedeutet setuid?

setuid (Set User ID) ist ein Sonderbit, das eine ausführbare Datei mit den Rechten ihres Owners statt des Aufrufers laufen lässt. Klassisches Beispiel: /usr/bin/passwd hat setuid-Root, damit jeder User sein eigenes Passwort ändern kann, obwohl die Änderung Root-Zugriff auf /etc/shadow braucht. setuid ist eine häufige Quelle von Sicherheitslücken bei eigenem Code — verwenden Sie es nur, wenn unbedingt nötig.

Wie passt das mit ACLs zusammen?

POSIX ACLs erweitern das klassische chmod-Modell mit feinkörnigeren Rechten pro User/Gruppe. Sie sind separat von chmod und werden mit setfacl/getfacl verwaltet. Eine Datei mit chmod 644 kann zusätzliche ACL-Einträge haben, die dritten Benutzern Schreibrecht geben. ls -l zeigt ein "+" am Ende der Permissions, wenn ACLs aktiv sind.

Warum lehnt SSH meine Schlüsseldatei ab, obwohl ich sie für jeden lesbar gemacht habe?

Weil OpenSSH explizit verlangt, dass Privatschlüsseldateien nur vom Owner lesbar sind (max. 600, oft 400). Eine "für alle lesbare" Privatdatei ist genau das Sicherheitsproblem, das OpenSSH zu verhindern versucht. Setzen Sie chmod 600 ~/.ssh/id_rsa — dann akzeptiert OpenSSH die Datei.